Überweisungsgeschichten 1 Kommentare

Das Problem haben ganz sicher nicht nur wir und ich bin mir sicher: Andere (Unternehmen) haben noch viel mehr Grund sich zu ärgern. Es geht um das Bezahlverhalten von Kunden. Wir sind in der Branche, so würde ich behaupten, wirklich schnell in Sachen Auftragsabwicklung. Wir schlampen nicht, wir arbeiten einfach effizient als Team. Musikwerke und Sound Designs sind meist binnen weniger Tage zur vollkommenen Zufriedenheit des Kunden abproduziert. Bei einem TV-Werbespot sind das ein bis zwei Tage, bei einem Spielautomaten vier bis fünf usw.. Sobald wir also das Audiomaterial geliefert haben und der Kunde uns seine frohe Bestätigung gibt, geht unsere Rechnung auf die Reise. Leider scheint der Transaktionismus in der Deutschland etwas eingeschlafen zu sein. So kommt es häufig vor, dass man in den Akten noch unbezahlte Rechnungen von vor zwei Monaten findet. Freundlich erinnernde Telefonate sind dort ebenso in aller Regelmäßigkeit vermerkt, wie kryptische Angaben á la “Überweist heute” oder “Rechnung erneut versenden“. Meist ist unsere eigentliche Deadline, welche wir in der Regel deutlich unterschritten haben, nunmehr seit mehreren Wochen verstrichen und man könnte meinen, dass man zu dem Zeitpunkt von Seiten des Auftraggebers doch wohl spätestens damit hätte rechnen müssen eine Rechnung von uns zu bezahlen. Aber zum Glück klappt es immer mal wieder etwas besser und man teilt dies dem mittlerweile angefreundeten Kunden dankend mit. Die Antwort, “‘‘tschuldigung, wollten hier keine Tradition brechen. Nächstes mal zögern wir sie gekonnt raus!“, zeigt, dass man zahlenden Kunden lieber nicht sagen sollte, dass andere ihr unser Geld noch etwas länger auf dem eigenen Konto behalten durften. Da erzählt man lieber keine Überweisungsgeschichten mehr…

Profilgeschichten 0 Kommentare

Die Welt wird immer digitaler und vieles was früher durch Hörensagen verbreitet wurde, findet heute im Internet statt. Die Präsentation einer Band wird dabei maßgeblich vom neuen Trendbegriff Web 2.0 und dessen Auswirkungen beeinflusst. Es begann mit vereinzelten Profilen auf MySpace, Facebook und vielleicht noch der ein oder anderen regionalen Seite, um sich selbst und seine Musik einem möglichst bereiten und vor allem garantiert bereits anwesenden Publikum zu präsentieren. Das war neben der hoffentlich vorhandenen eigenen Homepage noch gut zu meistern. Die ganze Entwicklung, selbstverständlich maßgeblich von finanziellen Hintergedanken immer neuer Betreiber und Projekte bestimmt, führt nun schließlich dazu, dass Bands im Schnitt rund 10 Profile verwalten. Ein Maximum ist jedoch selbst bei 25 mehr oder weniger aktuell gehaltenen Profilen noch lange nicht erreicht. Regional, national, international und bald sicher auch interplanetarisch wird vernetzt, geadded, gefreundet, akzeptiert, präsentiert, kommentiert, diskutiert und kapitalisiert, jedoch immer weniger harmoniert oder gar zusammen musiziert, denn dazu bleibt bei all den Profilgeschichten sowieso keine Zeit mehr.

Konzertgeschichten 0 Kommentare

Wie in einem vorangegangenen Eintrag angedeutet: Ab Juni dieses Jahres steht der Band eine Reihe an Auftritten bevor. Mit dem personifizierten Glück an der Seite – auch Booker genannt – ergibt sich damit zum ersten mal die Möglichkeit regelmäßig vor einem großen und vor allem wechselnden Publikum zu spielen. Dabei braucht es nicht einmal eine ganze Hand, um die bisher absolvierten Auftritte abzuzählen, womit sicher leicht nachvollziehbar ist, dass dieser Schritt für die gesamte Band ein großer ist. Befreundete Andere Bands reagieren darauf bisher jedoch meist auf eine von drei Arten (Ausnahmen bestätigen die Regel): Entweder mit vorgeschobener Freude und einem unterschwellig fragenden Ton, ob sie nicht auch einen Teil des Weges mitgehen können, mit enormer Skepsis, ob es denn wirklich erstrebenswert sei mit Popmusik “so einer” Musik aufzutreten oder aber mit Belustigung, dass doch Sankt Peter Ording, Blankenburg und Wernigerode kein Grund zur Freude sind. Musiker unter sich, sind sicherlich nicht der motivierendste Schlag Menschen. Da ist die Freude aller “Musikfremden” darüber noch deutlich ermunternder. Bleibt wohl nur noch der Weg nach Köln…ja, wohin eigentlich?

GEMAgeschichten 2 Kommentare

Kein Weg führt an der GEMA vorbei. Damit ein Presswerk seine Arbeit aufnimmt muss jede Vervielfältigung zuvor auf einem Anmeldebogen bei jener Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte eingereicht werden. Sind die auf dem Tonträger enthaltenen Musikwerke gemafrei, fallen keine Gebühren an, sind sie es nicht, kommt die Rechnung postwendend. Normalerweise dauert die Zusendung der benötigten GEMA-Freistellung wenige Tage, doch ab und an kommt es zu kleineren Problemen. Es sind bereits über drei unbeantwortete Wochen vergangen, seitdem der Lizenzantrag versendet wurde. Beim vierten fragenden Anruf unsererseits erhielten wir eine anzuschreibende eMail Adresse und zum ersten Mal auch eine Antwort: „Das Schreiben ging vor sechs Tagen auf den Weg, kam es noch nicht an?“ (Wortlaut verfremdet). Leider nein, kam es nicht und das von uns angenommene Angebot, es in diesem Fall per Fax zu erhalten, war anscheinend nicht ganz so ernst gemeint. Aber warum beschweren, denn das schöne ist, die Hälfte des Weges sind bereits geschafft: Es handelt sich um eine Doppel CD, also um zwei Anträge und tatsächlich kam die erste Freistellung bereits zwei Tage nach dem Einreichen. Wir geschrieben, normalerweise geht es wirklich schnell, jedoch würde ich quasi siamesische Zwillinge nicht getrennt verschicken.

Recordergeschichten 0 Kommentare

Wir legten uns für die Firma neue Technik zu: Der Zoom H4N Handy Recorder dient zur Aufnahme von Sounds und Atmosphären, welche z.B. zur Nachvertonung in Filmen oder dem Sound Design in Computerspielen eingesetzt werden. Grundsätzlich also zum Geld verdienen, da immer mehr Branchen Unternehmen damit beauftragen möglichst realistische, wiedererkennbare, bestmöglich passende Klänge zu liefern. Die Arbeit die das Gerät für rund 379,- € inkl. fluffigen Windschutz verrichtet ist durchweg lobenswert. Vor allem das eingebaute Mikrofon die eingebauten Mikrofone gibt geben allen Grund zur Freude. Ein sehr realer Stereoklang. Vogelzwitschern ist bisher die größte Hürde, denn die kleinen Tierchen kommen gegen die Lautstärke der Menschen kaum an. Bleibt nur noch der Weg in den einsamen Wald.

Proberaumgeschichten 1 Kommentare

Die Band ist motiviert und das ist was wichtigste. Zuerst dachte man, man hätte zu wenig, jetzt wirkt es fast schon so, als hätte man zu viel Zeit, welche man überbrücken muss. Langsam aber sicher sitzen alle Songs für die Konzerte, welche ab Juni anstehen. Endlich große, wobei, doch es stimmt: Endlich große Bühnen! Kleine Clubs und Jugendzentren sind ok, aber keine Band mit Ambitionen will dort bleiben. Jene, welche etwas anderes sagen, lügen sich selbst und andere nur an. Das Vertrauen steigt. Unser Sänger kann sich mehr auf seine Stimme, statt auf das Spiel der anderen Mitglieder konzentrieren, unser Schlagzeuger denkt nicht mehr ganz so angespannt an die kommenden Proben, am Keyboard und Bass geht es merklich bergauf und auch ich als Gitarrist bin zufrieden mit der Entwicklung. Bleibt nur noch das Warten.